Wir stellen uns vor

Am 1. Mai 1872 wurde auf Anregung des Landesvereines für Innere Mission in Sachsen ein „Rettungshaus für Knaben mit Diakonenbildungsanstalt“ in Gorbitz (heute Ortsteil von Dresden) gegründet. Zum Einen wurde dort Dresdener Straßenjungen ein Zuhause gegeben, zum Anderen wurden junge Männer als „Hausväter“ sozialarbeiterisch und theologisch ausgebildet.

Diese „Brüder“ begaben sich in eine verbindliche Gemeinschaft, die „Brüderschaft“. Diese verstand und versteht sich als Dienst- und Sendungsgemeinschaft. Die Gründung des sächsischen Diakonenhauses erfolgte nach dem Vorbild des Rauhen Hauses in Hamburg.

 

Diakoninnen und Diakone sind in Kirche und ihrer Diakonie beruflich oder auch ehrenamtlich tätig. Ein wichtiges Anliegen ist es,

dabei zu helfen, die Kirche diakonischer und die Diakonie kirchlicher zu gestalten. Zur staatlich anerkannten Fachlichkeit ist für die Einsegnung in das Diakonenamt eine theologische Qualifikation nach landeskirchlichen Maßstäben erforderlich. Die Landeskirche ordnet das Diakonenamt. Die Berufung in dieses Amt erfolgt auf Lebenszeit und ist mit der Mitgliedschaft in einer anerkannten Gemeinschaft verbunden.


Die Besonderheit des Diakonenhauses Moritzburg besteht darin, dass es in einer Vereinsstruktur organisiert ist und zugleich in einer engen und klar definierten Verbindung zur sächsischen Landeskirche steht.

Die ca. 550 Glieder der Gemeinschaft treffen sich einmal im Jahr zum Gemeinschaftstag, einer dreitägigen Veranstaltung

in Moritzburg (seit 2016 jeweils am Trinitatis-Wochenende). Im Laufe des Jahres treffen sich die Gemeinschaftsglieder in Regionalkonventen.

In den gemeinsamen Veranstaltungen stehen Wort, Sakrament und Gebet im Mittelpunkt. Zudem sind die Glieder unserer Gemeinschaft angehalten, „die Schwestern und Brüder und deren Familien gegenseitig zu besuchen und einander Beistand zu leisten“. Zur Finanzierung der gemeinschaftlichen Aufgaben geben die Gemeinschaftsglieder einen finanziellen Beitrag.

Daraus wird unter anderem das Gemeinschaftsbüro samt Personal bezahlt.


Wichtig ist das gemeinschaftliche Wissen um besondere Problemlagen. Zur Information und als Anregung zum Gebet dient die Fürbittliste, die ständig aktualisiert wird und den Gemeinschaftsgliedern zugänglich ist.

 

Die Gemeinschaft bietet Rüstzeiten und Fachtage für ihre Mitglieder und zum Teil auch für deren Angehörige an. Derzeit sind dies eine Seniorenrüstzeit, eine Wochenendrüstzeit für Mütter mit kleinen Kindern, ein Seminartag für Diakone, die in diakonischen Arbeitsfeldern tätig sind sowie eine theologische Rüstzeit. Vor der Einsegnung in das Diakonenamt finden zwei Einsegnungs-

rüstzeiten statt. Anfang September treffen sich ca. 100 Frauen zum „Treffen der Ehepartnerinnen“. In Abständen finden größere Reisen statt, zum Beispiel zu den Geschwistern in Estland.

 

Die Gemeinschaft steht in enger Verbindung zur Evangelischen Hochschule Moritzburg, die aus der Diakonenausbildungsstätte hervorgegangen ist.

Vertreter unserer Gemeinschaft nehmen an den Treffen Geistlicher Gemeinschaften in Sachsen teil. Die Gemeinschaft Moritzburger Diakone und Diakoninnen ist mit den anderen Diakonengemeinschaften im Verband evangelischer Diakonen-, Diakoninnen- und Diakonatsgemeinschaften in Deutschland (VEDD) verbunden. Eine besondere Nähe besteht zur Diakonischen Gemeinschaft der Diakonissenanstalt Dresden, in welcher seit 2016 auch Diakoninnen und Diakone eingesegnet und beheimatet sind. Für die Ausbildung dieser Diakone ist Moritzburg im Auftrage der Landeskirche zuständig.


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